Von der Idee zum Produkt
Am aller Anfang steht meist ein Schlüsselerlebnis, welches den Menschen zu einer Idee führt.
Im Falle von Sky-Protect entstand die Idee einen einfachen aber effektiven Schutz für Fahrzeuge im Jahre 2005. Genauer gesagt an einem 22.Juli 2005.
Es war ein sehr schwül- warmer Sommertag. Der extrem warme Sommertag, der in das Wochenende mündete, veranlasste viele Nachbarn den Grill anzuwerfen. Auch ich hatte nichts besseres an diesem Tage vor. Grillen und einen schönen Abend auf der Terasse zu verbringen.
Gegen 18 Uhr etwa wurde es recht schnell diesig und man konnte bei genauerer Beobachtung eine Gewitterfront, die von westwärts herannahte, ausmachen.
Nun war es so, dass die Terasse in einem Hof lag, der wiederum für etwa 10 Fahrzeuge, Parkplätze bereithielt. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt einen VW Golf V GTI, einen Audi S8 und einen wunderschönen Audi 200 Quattro 20V in Perlmuttweissmetallic auf meinen Parkplätzen stehen.
Innerhalb weniger Minuten schloss sich der Himmel zu einer pechschwarzen Wand. Qeullende schwarze Gewitterwolken mit einem fast leichtem Lilaton kamen auf uns zu. Hinzu kamen starke bis sehr starke Windboen, die aufgrund Ihrer Intensität nichts Gutes erahnen liessen. Nachdem das Grillgut und die Terassenmöbel in Sicherheit gebracht wurden, kamen die Eigentümer Ihrer Fahrzeuge aus den Wohnungen gerannt. Einige hatten Wolldecken, andere trugen einen Pappkarton mit sich, andere wiederum schauten lediglich dem Wettertreiben zu, indem sie dem Gesichtsausdruk entnehmend und voller Hoffnung auf ein Vorbeiziehen des Gewitters hofften.
Auch ich ging zunächst in den Keller um nach ein oder zwei Abdeckungen zu suchen, die in etwa die gleiche Größe der Dachfläche und der Haube aufwiesen. Die Zeit drängte, da ich einige Sekunden später schon Geräusche von draussen hören konnte, die auf herumfliegende Dinge deuteten.
Ausser einem großem Handtuch und einem Pappkarton,der nur zwei Drittel der Haube schützen würde, konnte ich in der Eile, die offensichtlich geboten war nichts geeigneters finden.
Ich spannte das recht dicke Handtuch zunächst über das Dach und versuchte es in den Seitenscheiben einzuklemmen, was mir auch gelang,(was sich jedoch später als fataler Fehler herausstellten sollte).
Den Pappkarton befestige ich mit einem Tape Klebeband, jedoch nur an den äußeren Seiten, da ich nicht mehr zur Verfügung hatte. Auch die Nachbarn hatten zu diesem Zeitpunkt Ihre Fahrzeuge versucht zu schützen, indem einige ebenfalls Kartonagen und andere versuchten die Abdeckungen für die Frontscheiben zu benutzen, die man reglemässig gebraucht, um im Winter die Eisbildung an der Frontscheibe zu verhindern.
Kaum hatte ich mich auf den Rückweg in die schüztende Wohnung gemacht, kam die ersten Vorboten von Hagel auf. Zunächst schien die Größe der Körner einem bisher "normalen" Maß zu entsprechen. Das Geräusch beim Aufschlagen auf festem Untergrund nämlich, kam einem doch recht bekannt vor. Ich wähnte mich und meine Fahrzeuge zu diesem Zeitpunkt noch in relativer Sicherheit. Nur Sekunden später verdichtete und verstärkte sich das Aufschlagsgeräusch, zu einer Dimension, welches ich zumindest bisher nicht kannte. Die Hagelkörner waren numehr fast Taubenei groß, so dass man auf der einen Seite fasziniert war, diesem Szenario und Naturschauspiel beizuwohen, andereseits hatte man spätestens jetzt das Gefühl. dass dies unter Berücksichtigung der Lautstärke der Einschläge auf das Blech der Fahrzeuge, nicht mehr Gut gehen könnte.
Ich konnte zu diesem Zeitpunkt lediglich die Fahrzeuge der Nachbaren einsehen und erkennen, dass die Kartonagen und Abdeckungen zum Zeitpunkt der Taubeneier großen Hagelkörner, längst nicht mehr da waren;da wo sie eigentlich hin sollten.
Eine Abdeckung wurde von einer Windhose direkt vor mein Fenster geschleudert. Der lautstarke Wind, die eindrucksvoll aufschlagenden Hagelkörner ließen selbst hartgesottene und angstfreie Menschen, in Ihren Wohnungen an den Fenstern verharren. Nach etwa 2 bis 3 Minuten wurde der Wind schwächer,der Hagel ging in Regen über und weitere 10 Minuten später, als es fast gänzlich aufhörte, konnte man zarte Versuche erkennen, das eigene Fahrzeug nun mal in Augenschein zu nehmen.
Da der Himmel noch immer wolkenverhangen war und nun auch schon die Dämmerung einbrach, hörte ich einige Stimmen, die in fast "fachmännischer Manier" meinten noch einmal gerade so davon gekommen zu sein." Man sieht doch gar nichts, alles ok", meinte eine junge Frau, die ihren MB SLK begutachtete. Im ersten Moment dachte ich...ok doch nochmal Glück gehabt. Aber schauen wir doch mal.
Mein Neuwagen schien doch im ersten Moment recht unberührt. Der Pappkarton wurde durch den Wind abgerissen, so dass der Rest des Tapebandes noch an den äusseren Kotflügeln hing. Durch die stetig stärker werdende Dämmerung, konnte ich jedoch keine Beschädigungen ausmachen, so dass ich zu dem Alu Audi herüberging, um das Handtuch, welches noch auf dem Dach war, abzunehmen. Als ich die Türen öffnete, um das Fenster herunterzufahren und das Handtuchende herauszuziehen, stellte ich mit Entsetzen fest, dass das besagte Handtuch wie ein Schwamm fungiert und einige Liter Wasser ins Fahrzeuginnere transferiert hat. Der ganze Teppichboden vollgesogen mit Wasser....super. Nein, dachte ich, dass kann es nicht sein und setzte mich wutentbrannt zunächst in meinen Neuwagen, um an der nahegelegenen Tankstelle nach Dellen zu fahnden. Ich hatte noch die Aussage der Nachbarin im Kopf " Alles in Ordnung, es ist nichts passiert",als ich im Neonlicht die Haube und das Dach inspizierte und das wahre Ausmaß erkannte. Aha...da eine Delle, hier eine Delle und noch eine Delle, etc. pp. Insgesamt kamen nach Begutachtung durch einen Dellendoktor so ca. 70 Dellen heraus. 65 Dellen waren auf den großen Blechbereichen zu finden( Haube und Dach ) und nur 5 an den Seiten der A und B Säule.Den großen Audi inspizierte ich dann am morgigen Tag. Das gleiche auch hier, obwohl der Dachbereich, wohl durch das Solardach um einiges weniger Dellen aufwies, als der Rest (Haube und Kofferdeckel).Am schlimmsten erwischte es den alten 200er Audi, vor allem am Kofferdeckel. Dieser gleichte "Omas Käse-Streuselkuchen". Alleine etwa 30 Dellen auf dem Kofferraumdeckel.
Die Versicherung zahlte etwa 3000 Euro Reparaturkosten für den Schaden am Golf GTI. Für die anderen zwei Fahrzeuge kam ich(leider) selbst auf,da diese keine Versicherung hatten.Selbst wenn, der 200er Audi hätte lackiert werden müssen und das in Perlmuttweiß! Jeder Lackierer weiß wovon ich rede!
Zwei Tage später sah ich dann den besagten MB SLK der Nachbarin. Das Fahrzeug sah nun aus, wie ein Werbefahrzeug von O2. Blauer SLK mit etwa 70 gelben Kreisen auf dem Blech.!?
Ich hatte natürlich nichts anderes erwartet.
Der Gedanke daran, nicht etwas brauchbares an der Hand gehabt zu haben, um zumindest die größten Blechteile schützen zu können, liess mir keine Ruhe, so daß ich daraufhin gezielt nach einer Art mobilem Hagelschutz googelte. Ich wollte bewusst nicht diese herkömmlichen Pellerinen, da diese mir, in der Eile der Zeit, wenig genützt hatten. Nein ich suchte nach einer Art Abdeckung, die jedoch auch den starken Windböen standhalten würden. Eine Art Textil oder Schaum mit Haftung oder ähnliches, am besten in der Größe meiner Motorhaube ode des Daches.
Das Ergbenis war ernüchternd: Kein mobilier Hagelschutz in Sicht. Immer wieder diesse elenden, langwierigen Autopellerinen waren im Angebot.
Das gibt es nicht, dachte ich. Das kann nicht sein. Es gibt für jeden "Furz" auf deutsch gesagt eine Lösung und meist auch ein Produkt. Aber dem war nicht so. Leider. Langsam reifte ab diesem Zeitpunkt die Idee für Sky-Protect. Der Name war natürlich noch nicht vorhanden, lediglich die Idee schnell und effektiv an sein Fahrzeug gehen zu können, etwas auf die Haube und Dach zu legen und wenigstens die weichen Blechteile abschützen zu können. Das war es was ich brauchte.Einige Tage verbleib ich bei diesem Gedanken, irgendwann diese Idee in die Tat umsetzen zu wollen. Es sollten bis zur Umsetzung jedoch noch fast drei Jahre vergehen.Angeschoben durch meinen alten Schulkollegen, der in der Schaumindustrie tätig ist, und dem ich von dieser Idee erzählte, entflammte der damalige Gedanke im April 2009 wieder.Die Zeit war nun reif hierfür, da nach ausgiebiger Recherche, bezüglich eines mobilen Hagelschutzes immer noch kein Produkt in Sicht war.Nach 1 Jahr Arbeit, einen Schaum entwickeln zu lassen, der diesen Anforderungen entspricht, nach etlichen Bemustertungen an Fahrzeugen, war Sky-Protect geboren.




